Neue App: Lost in (Baby)-Translation

5. März 2016 , In: Babys, Gadgets, Mommies , With: No Comments
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Gerade beim ersten Kind ist man ja anfangs noch permanent in heller Aufregung. Vor allem wenn es schreit ist man meistens erst mal verwirrt und fragt sich: Hat es Hunger, tut ihm was weh, ist die Windel voll?

Ich gestehe: ich hätte die ersten Wochen bei Liv auch würfeln können, so weit war ich von einer kompetenten Meinung entfernt. Aber keine Angst – kurze Beruhigung an alle Schwangeren, die das hier lesen: Es dauert zwar ein paar Wochen, aber dann ist man irgendwann ein eingespieltes Mutter-Kind-Team und erkennt ziemlich schnell, was hinter dem Quengeln steckt. Zumindest in 80 Prozent der Fälle:)

Jetzt gibt es allerdings eine neue App, die Unmögliches möglich machen soll:

Den Infant Cries Translator.

Dieser „Übersetzer“ soll angeblich das Schreien von Babys analysieren und dann aufzeigen, ob das Kind hungrig oder müde ist, Schmerzen hat oder eine neue Windel braucht.

So soll den Eltern geholfen werden, die Wünsche und Bedürfnisse des Nachwuchses besser zu verstehen. Diese sind in vier Kategorien unterteilt: Hunger – Müdigkeit – Schmerzen – volle Windel.

Für die Entwicklung der APP haben taiwanische Forscher über einen Zeitraum von zwei Jahren mehr als 200.000 Schreie von rund 100 Babys aufgezeichnet (ich wäre dabei wahnsinnig geworden!) und diese wurden dann in eine Datenbank eingepflegt und die Frequenzen der einzelnen Schreie analysiert. Mit dem Ergebnis, dass es unterschiedliche Schreie bei unterschiedlichen Bedürfnissen gibt.

Normalerweise würde ich jetzt sagen: so einen Quatsch aus Asien braucht kein Mensch, ABER irgendwie hat mich dann doch die Trefferquote überzeugt: Laut den Forschern liegt die nämlich bei Babys, die jünger als zwei Wochen sind, bei 92 Prozent! Mit zunehmendem Alter des Kindes nimmt die Genauigkeit der App dann ab, ist das Kind jünger als 8 Wochen sind es immerhin noch 85 Prozent, bei Babys bis zum 4. Monat sind es noch 77 Prozent Trefferquote.

Die App funktioniert recht einfach: der Infant Cries Translator nimmt die Schreie des Babys auf, innerhalb von 15 Sekunden soll dann ein Ergebnis geliefert werden. Außerdem können die Eltern Feedback geben, welches dann vom integrierten lernfähigen Algorithmus berücksichtig wird.

Die App heißt bei iOS Baby Cries Translator und bei Android Infant Crying Translator und kostet 2,99 US-Dollar. In Englisch oder Deutsch gibt es die Anwendung zwar noch nicht, aber dennoch dürfte die App aufgrund der Piktogramme leicht verständlich sein.

Liv ist mit ihren mittlerweile fast sieben Monaten leider bereits zu alt für die App, aber nachdem wir anfangs bei jedem Schrei gerätselt haben, was genau der Grund sein könnte, finde ich die App nicht uninteressant – vorausgesetzt natürlich, sie liefert sichere Ergebnisse.

Solltet Ihr die App testen oder bereits getestet haben, freue ich mich über Euer Feedback!

Ps: Liebe Männer, neeeeein – es gibt noch keine App die feststellt, ob ein JA der Frau auch wirklich JA heißt, ob doch NEIN gemeint ist oder ob eine schnelle Schuhbestellung Abhilfe liefert:)

 

Titelbild: Dmitry Kalinovsky/shutterstock.com.

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Tina und Meike

Als Mütter wissen wir: Den geraden Weg gibt es nicht! Getreu unserem Motto „Wenn´s durch den Haupteingang nicht geht, dann nehmen wir eben die Seitentür“ suchen wir nach (technischen) Gadgets und anderen erzieherischen Überlebenshilfen und nehmen Euch ganz nebenbei mit auf eine humorvolle Reise durch unser Seelenleben. Erziehungsvorsprung durch (Überlebens-)Technik? Lasst es uns herausfinden!