Brei für Drei

25. Dezember 2015 , In: Babys, Mommies, Tina , With: One Comment
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Liv ist jetzt 4 Monate alt und in ein paar Wochen ist es soweit: keine Wand wird sicher sein, die Waschmaschine wird auf Hochtouren laufen und viele von Livs Klamotten werden plötzlich einen orangefarbenen Ton annehmen. Richtig, die Breizeit beginnt! Nachdem unsere Hebamme meinte, zwischen dem handelsüblichen Brei im Glas und selbstgekochtem Brei sei kein soooo großer Unterschied, hatte ich eigentlich vor, Alete und Co zu kaufen.

Bis ich bei meinen Recherchen auf eine Studie der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch gestoßen bin, die vor Babybrei und Säuglingskeksen warnt. Der Grund: der hohe Kohlenhydrat- und Zuckergehalt, der zu Überfütterung und Kariesbildung führt. Schon lange ist ja erwiesen, dass die Ernährung in den ersten Lebensmonaten eines Kindes prägend ist und auch das spätere Ernährungsverhalten beeinflusst. Sprich: wenn Kinder bereits im Babyalter Süßes bekommen, werden sie zu früh an einen hohen Zuckergehalt gewöhnt. Die gesamte Studie könnt ihr hier nachlesen.

Wir haben jetzt entschieden, dass Liv im ersten Jahr Babybrei ohne Salz, Zucker und Fleisch erhält – und zwar selbstgemacht. Eine Freundin hat mir dazu das Buch „Vegetarisch für Babys – Gesund vom ersten Löffel an“ empfohlen. Ich hab es durchgelesen und bin echt begeistert! Da stehen nicht nur mega leckere, einfache Gerichte drinnen, sondern auch Tipps, wie man aus dem Babybrei-Gericht ein Essen für die Erwachsenen machen kann. Beispiel: das Baby bekommt grünen Quinobrei (mit Spargel, Zuckerschoten, Quinoa etc.), die Eltern können daraus mit ein paar Zutaten und Handgriffen mehr ein Quinoarisotto für sich kochen. Einmal gekocht, drei Personen satt! Der große Vorteil: man kocht nicht erst für das Kind und startet dann noch einmal eine Kochsession für sich, sondern man kocht einmal für die gesamte Familie. Klingt recht einfach, die Realität schaut allerdings anders aus: die meisten Kleinkinder bekommen eine Extraportion Fertigessen aus dem Babyregal und die Eltern schieben sich eine Fertigpizza in den Ofen, weil oftmals die Motivation fehlt, dann noch etwas Gesundes zu kochen. Das Buch beinhaltet aber auch noch interessante Informationen wie einen „Saison- und Nährwertkalender Gemüse“, sprich: welche Pluspunkte hat welches Gemüse und wann ist es am besten regional erhältlich. Dazu steht bei jedem Gericht noch die Info, ab welchem Monat es geeignet ist, wie lange die Zubereitungszeit dauert und ob es zinkreich, ballaststoffreich, leicht verdaulich etc. ist.

Ich jedenfalls freue mich schon auf´s erste Gericht:)

Das Buch könnt Ihr hier bestellen für 9 Euro.

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Bildcredit: PR

 

 

 

 

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Tina und Meike

Als Mütter wissen wir: Den geraden Weg gibt es nicht! Getreu unserem Motto „Wenn´s durch den Haupteingang nicht geht, dann nehmen wir eben die Seitentür“ suchen wir nach (technischen) Gadgets und anderen erzieherischen Überlebenshilfen und nehmen Euch ganz nebenbei mit auf eine humorvolle Reise durch unser Seelenleben. Erziehungsvorsprung durch (Überlebens-)Technik? Lasst es uns herausfinden!