Gesunde Ernährung im Wochenbett

1. November 2016 , In: Mommies, Tina , With: One Comment
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Kennt Ihr auch die Sorte von Frauen, die vor kurzem noch schwanger waren und nach ein paar Wochen wieder aussehen, als hätten sie nie ein Kind geboren?
Das sind ja eigentlich die Mamas, die man nicht sympathisch findet. Weil man ihnen unterstellt, sie würden mehr Wert auf ihren Körper legen als auf das Wohl des Kindes.
Auch ich gehöre zu dieser Sorte Frau. Ich hatte während meiner Schwangerschaft nur knapp zehn Kilo zugenommen, unter anderem auch, weil ich mich sehr gesund ernährt habe und einfach etwas Glück hatte. Ich hatte keine Wassereinlagerungen, keine großen Gelüste und habe ab und an Yoga und Pilates gemacht.

Nach sieben Wochen habe ich auf der Facebook-Seite unseres Blogs dieses Foto gepostet:
Tina Kaiser

Mit dem Resultat, dass manche Menschen das toll fanden, andere wiederum fast beleidigende Töne angeschlagen haben.

Jojo hat beispielsweise folgendes geschrieben:

„Seit ihr behindert, selber schuld wenn man sich als Frau ständig über seinen Körper definiert anstatt das Leben zu genießen ‬ ‪‬ ‪‬ ‪ ich wünsch euch noch n richtig geiles Leben und viel Spaß beim Quälen

Andere wiederum haben nette Kommentare gepostet, wie Julia:

„Toll Tina ♡ aber du warst ja auch eine super hübsche und schlanke Schwangere! Denke auch trotz Kind sollte man sich nicht ganz vergessen und trotzdem auf die Ernährung achten. Liebste Grüße“

Und da wären wir schon beim Thema. „Auf die Ernährung achten“. Genau das habe ich nämlich nicht wirklich gemacht. Was nicht heißt, dass ich alles in mich hineingefuttert habe, sondern ganz im Gegenteil: Ich habe oft erst um 16 Uhr mein erstes Käsebrot oder einen Joghurt gegessen. Nicht, weil ich mir selbst eine strenge Diät verordnet hatte, sondern weil die ersten Wochen mit Baby einfach so unheimlich neu, spannend aber auch herausfordernd waren, dass ich einfach nicht dazu gekommen bin, mir etwas zu kochen, geschweige denn in ein Restaurant zu gehen. Und nachdem ich mich innerlich geweigert habe, mittags einfach schnell fünf Schokoriegel reinzuschlingen, habe ich einfach oft nichts gegessen. Mit dem Resultat, dass innerhalb kürzester Zeit meine Waage wieder 56 Kilo angezeigt hat – exakt das Gewicht, das ich vor der Schwangerschaft hatte. Und während manche Mamis mich aufgrund meiner rasanten Abnehm-Aktion doof fanden, fand ich wiederum die Mütter doof, die sich einen Koch leisten konnten. Okay, offen gesagt kenne ich keine einzige im gesamten Freundes- und Bekanntenkreis, aber sobald mir eine strahlende Hollywood-Mami aus einer Promi-Zeitschrift entgegenlächelte, dachte ich mir: „Klar hat die gut lachen, schließlich muss die noch nicht mal ihr Frühstück selbst machen…“

14 Monate später bin ich jetzt auf die perfekte Lösung gestoßen und ärgere mich ein bisschen, dass ich diese nicht schon früher entdeckt habe. Nämlich „Gesund & Mutter“. Ein Essens-Service, der sich qualitativ und organisatorisch an die Bedürfnisse junger Mütter anpasst. Sprich: Man geht auf die Webpage, ordert sich ein paar Gerichte, die dann innerhalb von wenigen Tagen mit der Post geliefert werden.

Susi, die Gründerin von „Gesund & Mutter“, hat jedes Gericht in Zusammenarbeit mit Experten konzeptioniert und verkostet. Gekocht werden sämtliche Speisen in Hamburg, diese werden dann in Gläser abgefüllt, etikettiert und losgeschickt. Man muss dann lediglich das Essen in einen Topf geben und aufkochen lassen. Gestartet hat Susi mit den Klassikern der deutschen Küche, mit der Zeit hat sie das Sortiment Schritt für Schritt ausgebaut so dass es seit einigen Wochen auch vegane Fertiggerichte gibt, die in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater entstanden sind. Sämtliche Speisen sind für Frauen im Wochenbett konzipiert, sind also stillfreundlich und decken den höheren Bedarf an Folsäure, Omega 3 etc.

Letzte Woche habe ich einige vegane Gerichte von „Gesund & Mutter“ testen dürfen. Unter anderem die Tofu-Bolognese mit Dinkelnudeln, das Couscous mit Spitzpaprika und die Quinoa-Balls in Tomaten-Sauce mit Mango. Nach einer Woche war ALLES weg. Sowohl mein Freund als auch unsere Babysitterin haben mitgegessen, selbst Liv hat paar Löffel probiert. Meiner Meinung nach sollte „Gesund & Mutter“ deshalb in „Gesund & Family“ umbenannt werden:) Uns Allen hat es nämlich richtig gut geschmeckt! Und das Ganze mit einem Minimum an Aufwand.
Die Gerichte kosten zwischen 6 und 9 Euro, es gibt auch Boxen mit bis zu 12 Gläsern, die sich perfekt als Geschenk eignen.

Gesund und Mutter

Und wenn ich ehrlich bin, überlege ich mir schon die ganze Zeit, ob ich mir nicht auch wieder einige Gerichte bestelle. Denn auch wenn Liv bereits 14 Monate ist, bleibt manchmal einfach keine Zeit, groß was zu kochen. Vorausgesetzt natürlich, meine Familie lässt mir was übrig:)

Weitere Infos bekommt Ihr auf der Webpage von Gesund & Mutter.

 

Titelbild: George Rudy/shutterstock.com.

    • Feli
    • 26. Juli 2017
    Antworten

    Oh my…. wieso lese ich das jetzt erst!… hätte mich in so manchen Situationen echt gerettet!!!! Werd ich weitererzählen <3 !

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Tina und Meike

Als Mütter wissen wir: Den geraden Weg gibt es nicht! Getreu unserem Motto „Wenn´s durch den Haupteingang nicht geht, dann nehmen wir eben die Seitentür“ suchen wir nach (technischen) Gadgets und anderen erzieherischen Überlebenshilfen und nehmen Euch ganz nebenbei mit auf eine humorvolle Reise durch unser Seelenleben. Erziehungsvorsprung durch (Überlebens-)Technik? Lasst es uns herausfinden!